Die verschiede Arten von Wolle, die Alpenwolle für Ihre Produktion benutzt.

Merinowolle

Wahrscheinlich hat Odysseus das Goldene Vlies von ihm in uralten Zeiten gesucht. Es ist aber bekannt, dass bis ins Jahre 1765 der Export von Merinoschafen durch das spanische Königshaus mit der Todesstrafe belegt wurde. Nur die Herrscher selbst schenkten zu besonderen Anlässen einem anderen Landesfürsten eines ihrer wertvollsten Tiere. Die Wolle des Merinoschafes ist die feinste. Bis ins Mittelalter war die Merinoschafzucht den vornnehmsten Höfen Europas vorbehalten. Ihre Wolle durfte nur zu königlichen Tüchern verarbeitet werden. Das besonders hohe Isolier- und Atmungsvermögen dieser stark gekrauselten und anschmiegsamen Wolle erzeugt ein gesundes und angenehmes Bettklima mit tiefem erholsamen Schlaf. Die hohe Feuchtigkeitsaufnahme ( bis über 33% des Eigengewichts) garantiert ein trockenes, angenehmes und entspanntes Schlafklima. Die Wolle ist sehr stark gekräuselt und von hoher Feinheit. Durch die Kräuselung hat die Wolle eine hohe Bauschkraft und zwischen den Fasern bilden sich viele Luftpolster, die sowohl gut gegen Wärme als auch gegen Kälte isolieren.

Kaschmir-Wolle

Im Hochgebierge Asiens, unter extremen Witterungs- und Temperaturbedingungen, lebt die Kaschmir Ziege. In den Bergmassiven der Mongolei, Chinas, Afganistans, Persiens, Indiens und der Türkei, in Höhen bis zu 4500 Metern sind die Tage glühend heiß und die Nächte klirrend kalt. Zum Schutz gegen dieses lebensfeindliche Klima hat die natur das Tier mit eigenen Klimaanlage ausgestattet. Extreme Temperaturschwankungen zwischen -50 und +40 Grad maches dies notwendig. Dieses zarte haar ist das feinste und kostbarste aber auch das teuerste aller Tierhaare. Die Tiere werden (außer in Persien) nicht geschoren, sondern man kämmt in mühevoller Handarbeit die Haare im Frühjahr zur Zeit des Fellwechsels aus. Auch die von den Tieren abgeworfenen Haare werden gesamelt. Die Ausbeute ist äußerst gering: Pro Tier und Jahr bleiben nur etwa 100g übrig, einer der Gründe für den hohen Preis der Kaschmirwolle. Nach der Sortierung wird das Haar besonders schönend gewaschen, um dann zu Füllungen für traumhafte Bettwaren verarbeitet zu werden. Im chemischen und physikalischen Aufbau gleicht das Kaschmirhaar der Schafwolle. Aber es ist eines der feinsten und leichtesten Haare überhaupt. Kaschmierwolle bietet durch diese einzigartigen Eigenschaften hohes Wärmerückhaltevermögen, gute Feuchtigkeitsaufnahme, große Anschmiegsamkeit und Weichheit, ein unübertroffenes und angenehmes Schlafklima.

Lama Alpaca Wolle

In seinen Heimatländern Peru, Bolivien und Chile wird es als Haus- und Tragetier gehalten. Die weiblichen Tiere werden alle zwei Jahre teilgeschoren, d.h. es bleibt 2-3 cm hohes Fell stehen. Bei einer Kahlschur würde das Tier die Extremen Temperaturschwankungen nicht überstehen. Das Haar ist sehr fein, seidenartig glänzend, wenig gelockert und nahezu ohne Kräusleungen. Eine Schur ergibt 3-4 kg. Haar je Tier. Das Haarkleid eines Tieres weist verschiedene Farben auf: Schwarz, Dunkelbraun, Grau bis Silber. Handsortierung der Schur einer Herde ergeben bis zu 22 Farben. Weiße Tiere sind dagegen sehr selten. Um ein bauschkräftiges Vlies zu erzielen, wird die Lamawolle oft mit feiner Merinowolle gemischt. Das gibt den Steppbetten, Unterbetten und Kissen ihr geschmeidiges Gefühl. Lamawolle kann viel Feuchtigkeit aufnehmen, ist anschmiegsam und sorgt für gesundes Schlafklima. Es handelt sich hier um sehr teures Material. Wegen der extrem harten Lebensbedingungen haben diese Tiere ein feines, weiches Haarvlies.

Kamel-Wolle

Kamelhaar liefert das ostasiatische zweihöckrige Kamel (Trampeltier). Das genügsame zweihöckrige asiatische Kamel, das Trampeltier, wurde hingegen von der natur mit einem perfekten Haarkleid ausgestatten. Denn in seiner Heimat China, Tibet, Südsibirien, Irak und Mongolei muss es extrem große temperaturschwankungen von +40 bis -50 Grad Celsius überstehen. Junge Kamele sind naturblond, ihr sogenanntes "baby hair" ist besonders wertvoll. Ein ausgewaschenes Tier liefert in einem Jahr etwa 5 kg Haar, das im Frühjahr büschelweise abgeworfen wird. Die Klassifizierung richtet sich nach dem Grad des Entgrannen, sie reicht von billig bis hochwertig. Kamelhaare werden oft ungefärbt in den Naturtönen (beige/braun) verarbeitet und aus Preisgründen mit Wolle gemischt. Kamelhaar ist grundsätzlich unempfindlich gegenüber Hautausdünstungen und lässt sie rascher entweichen. Betten aus Kamelhaar bleiben länger rein. Der Dezente, arteigene der Kamelhaarwolle wird rasch als schlaffördernd und unterstützend empfunden und verhilft zu gesunderem, ruhigerem Schlaf. Bett aus Kamelhaar passt sich der Außentemperatur optimal an, es ist im Sommer kühler und im Winter wärmer, vermutlich weil die Wolle gröber ist und mehr Luft speichern kann.